Aprilwetter auf dem Spielplatz

Da der KiGa letztens wiedermal einen Streiktag hatte, hatten die Görls und ich Zeit für viel Abendteuer und ein bißchen Programm außer der Reihe. Zwar lieben es die Mädchen nicht in den Kindergarten gehen zu brauchen, aber spätestens nach dem Mittag gehen sie sich gegenseitig auf die Nerven oder es setzt Lagerkoller ein. Zum Mittag hatten wir uns deshalb mit dem Papa im Verlag verabredet. Anschließend wollte ich gern mit den Mädchen auf den nahegelegenen Spielplatz gehen. Die Kinder kannten diesen schon vom letzten Jahr, als sie in der Streikzeit für mehrere Wochen täglich mit im Verlag waren und dort von unserem Betriebsrat betreut wurden. In der Zeit machten sie jeden Tag Ausflüge in die Umgebung, unter anderem eben auch zu diesem Abendteuerspielplatz.

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Die Brücke in ein Abendteuerparadis

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Schaukeln bis in den Himmel

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Eine Zipline nur für sie allein! Perfekt!

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Entspannen? Fehlanzeige. Hier muss erkundet und erobert werden.

Bei unserem Besuch hatten wir so richtig schönes Aprilwetter auf dem Spielplatz. Kurz vorher hatte es nochmal geschneit, kurz nach unserer Ankunft gehagelt. Danach gab es dann blauen Himmel und Sonnenschein. Der Winter hat nochmal so richtig alles gegeben, was er konnte – und hat damit eigentlich schon längst verloren. Ich freu mich so auf die nächsten Wochen! Mai. Wonnemonat. Sonne. Blauer Himmel. Wärme!

Doch jetzt nochmal kurz zurück zum Spielplatz: scheinbar hat aber genau dieses Aprilwetter alle anderen Spielplatzbesucher vergrault, denn auf der riesigen Anlage, immerhin ist es ein Spielplatz in einer Großstadt, waren wir alleine. Kein anderes Kind mit oder ohne Begleitung war da. So hatten wir acht Schaukeln, einen riesigen Sandkasten, eine Zipline und mehrere Klettergerüste nur für uns.

Die Mädels haben sich von dem kurzen Hagelintermezzo nicht stören lassen und ausgiebig geschaukelt, gespielt und im Sandkasten Kuchen gebacken, Burgen gebaut und sich gemeinsam über das Wasser der Pfützen hergemacht. Ein Dauerbrenner ist eigentlich, so vorhanden, immer die Zipline. Leider war die hier etwas fehlkonzipiert. Der Schwinger ist viel zu lang, sodass man sich das Teil zu Anfang nicht richtig zwischen die Oberschenkel klemmen kann. Außerdem ist das Seil am anderen Ende der Zipline zu niedrig gespannt, nach dem Ausbremsen baumeln die Füsse nicht in der Luft, sondern kommen auf der Erde auf und bremsen natürlich sofort ab. Das Gerät, was uns sonst unendliche Male beschäftigt, wurde hier nur jeweils einmal benutzt und dann links liegen gelassen.

Als der Himmel dann wieder zuzog waren beide Mädchen auch fertig mit spielen, ein Hungerloch drohte und so beendeten wir den Ausflug. Im warmen Auto wurden die sandigen Jeans gegen Feuchttücher, Wasser zum Trinken und Snackdose getauscht. Um noch Zeit bis zum Feierabend des Papas zu vertreiben brauchten wir auch meine kaputte Festbrennweite für die große Kamera noch weg. Pünktlich 16.30 Uhr holten wir dann den Papa am Verlag ab. Einen Abschluss, den sich die Mädchen sehr gewünscht hatten. Bei einem Streiktag können wir sowas auch mal mit einem Urlaubstag abfangen, bei mehreren müssen wir jedoch auch auf die Notbetreuung der Stadt, zusammengewürften Gruppen aus diversen Kindergärten und zusätzlich verkürzte Öffnungszeiten der KiTas zurückgreifen.

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